In besonderer Art und Weise hatte der 1. FC Düren am vergangenen Sonntag das Derby bei Borussia Freialdenhoven mit 7:0 für sich entschieden. „Das war beeindruckend und jeder, der für uns Sympathien hat, ist megastolz“, sagte FCD-Trainer Giuseppe Brunetto. Aber auch der FC Hennef als ärgster Verfolger leistete sich keine Nachlässigkeit und gewann beim FC Hürth mit 4:0.

Aufgrund der Hartnäckigkeit der Konkurrenz kann Düren die Meisterschaft auch am drittletzten Spieltag immer noch nicht aus eigener Kraft klarmachen. In jedem Fall ist aber ein vorentscheidender Schritt im Heimspiel gegen Blau-Weiß Friesdorf an diesem Sonntag (15 Uhr, Westkampfbahn) möglich.

Gewinnt der FCD auch das 15. von 15 Heimspielen in dieser Saison, reicht ein weiterer Erfolg an den letzten beiden Spieltagen für die Meisterschaft und den damit verbundenen Regionalliga-Aufstieg. Sollte Hennef parallel im Heimspiel gegen Frechen 20 verlieren, wäre Düren ebenfalls vorzeitig Meister.

FCD-Sportdirektor Dirk Ruhrig richtet den Fokus allerdings zunächst auf das eigene Spiel: „Uns sitzt das Unentschieden aus dem Hinspiel noch im Nacken. Wir sinnen da noch auf Wiedergutmachung, aber wir dürfen Friesdorf absolut nicht unterschätzen.“ Im Hinspiel rang Friesdorf dem FCD einen Zähler ab.

Nun gastiert die Mannschaft an der Westkampfbahn und Ruhrig sagt über den Gegner: „Das Team hat sich von einer Mannschaft, die unten drinstand, toll nach oben gearbeitet – da muss man auch ein Lob an den Trainer Jupp Farkas aussprechen.“ Man wolle die Aufgabe meistern. Alle Spieler seien hochmotiviert.

Friesdorf, der Ex-Club von Giuseppe Brunetto, spielt ein Stück weit Zünglein an der Waage im Aufstiegsrennen. Die Blau-Weißen spielen nämlich nicht nur diesen Sonntag in Düren, sondern fordern auch Hennef noch heraus – und das gleich zwei Mal. Das Hinrundenspiel hat der Fußball-Verband Mittelrhein nach einigen Monaten Funkstille wegen eines schwebenden Verfahrens nun auf Donnerstag, 2. Juni, gelegt. Zudem spielt Friesdorf am letzten Spieltag noch in Hennef. Läuft alles glatt, muss sich der FCD mit dem Ausgang dieser Partie aber nicht mehr beschäftigen.

Wer nicht vor Ort dabei sein kann, hat die Möglichkeit, das Spiel im Livestream auf https://sporttotal.tv/mae5bc1b69 zu verfolgen. Eingeordnet wird das Spielgeschehen wie immer von Kommentator Jörg Schroeder.

Spendenaufruf: Der 1. FC Düren stellt am Eingang und in der Löwenschänke eine Spendenbox auf. Gesammelt wird, um die Umbauarbeiten an der Westkampfbahn aus eigener Kraft zu stemmen, nachdem der Verein keinen Zuschuss der Stadt Düren bewilligt bekam.