Giuseppe Brunetto sprach nach dem Spiel von einem “Pokal-Halbfinale voller Emotionen”. Der Trainer des 1. FC Düren feierte am Samstag mit seiner Mannschaft einen 2:0 (1:0)-Erfolg gegen Viktoria Arnoldsweiler und damit den Einzug ins Endspiel um den Bitburger-Pokal im Fußball-Verband Mittelrhein (FVM).

Bereits mit dem ersten Torschuss ging Düren in Führung. Einen Abpraller nahm Neuzugang Marc Brasnic sehenswert an und mit, ließ anschließend Arnoldsweilers Keeper Philipp Müller keine Chance, der sich vergeblich streckte (7.).

“Good vibes”: FCD-Stürmer Marc Brasnic (rechts) setzt sich im Laufduell mit Arnoldsweilers Marvin Krischer durch. Foto: Manfred Heyne

Die frühe Führung hätte dem FCD mehr Sicherheit geben sollen; tat sie aber nicht. Die Viktoria stand defensiv gut und setzte vorne Nadelstiche. Keito Nanri (26.) und Luis Cremer (45.) ließen beste Gelegenheiten auf den Ausgleich aus. Doch auch Düren war nicht tatenlos. Das vermeintliche 2:0 durch Brasnic wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt.

Kurz nach Wiederanpfiff hatte Brasnic dann ein weiteres Mal die Gelegenheit, zu erhöhen. Diesmal gewann Müller das Eins-gegen-Eins. Auf der anderen Seite musste Joran Sobiech – bereits im ersten Durchgang verwarnt – einen Gegenspieler stoppen, um den Ausgleich zu verhindern. Die Gelb-Rote Karte war die Folge (59.).

War Arnoldsweiler bis dato im zweiten Abschnitt am Drücker, wurde Düren immer mehr zur verschworenen Einheit, wie man es im Fußball schon oft bei Mannschaften in Unterzahl feststellen konnte. Im Zentrum köpften die Innenverteidiger Jannis Becker und Mario Weber die Flankenversuche der Viktoria gnadenlos aus der Gefahrenzone.

Daniel Bleja nutzte eine gute Kontergelegenheit nicht zum 2:0 (67.) – das besorgte dafür wenige Minuten später Gjorgji Antoski. Der Mazedonier ließ nach einem Flankenball im Fünfer auf engstem Raum einen Abwehrspieler aussteigen und setzte das Spielgerät unter die Latte (70.). Der Bann schien gebrochen. In der Folge zeigten sich die Gäste stets bemüht, doch der 1. FC Düren ließ nichts mehr anbrennen.

Am Samstag, 22. August, spielt Düren nun im Finale in Bonn ab 16.45 Uhr um den Bitburger-Pokal. Dürens Gegner steht seit dem frühen Sonntagabend auch fest: Alemannia Aachen, die sich mit 2:1 gegen den FC Pesch durchsetzte. In Sachen Spannung ist alles angerichtet: Der Sieger des Pokalendspiels empfängt im DFB-Pokal Mitte September den FC Bayern München.

Zuschauer sind in Bonn aufgrund der geltenden Corona-Bestimmungen seitens des FVM nicht zugelassen. Die Sportschau überträgt die Partie aber in der Konferenz im Fernsehen und als Livestream im Internet.

FCD-Spielmacher Gjorgji Antoski (rechts) lässt einen Arnoldsweiler Abwehrspieler aussteigen. Foto: Manfred Heyne