Große Ziele in familiärem Umfeld

Düren. Der 1. FC Düren hat sieben Spieler für die neue Saison verpflichtet. Dabei setzt der ambitionierte Fußball-Mittelrheinligist überwiegend auf Akteure, die bereits eine Etage höher in der Regionalliga Erfahrungen gesammelt haben: David Pütz (23), David Bors (25, beide Alemannia Aachen), Mario Weber (30, Bonner SC), Patrick Bade (23, Rot-Weiß Oberhausen), Marvin Steiger (26, Blau-Weiß Friesdorf), Marc Brasnic (23, Berliner AK) und Yuta Tateno (19, eigene Jugend).

Das Ziel ist klar, gesteht FCD-Trainer Giuseppe Brunetto: „Wenn wir nach dem zweiten Platz in der abgebrochenen Saison sagen würden, wir wollen oben mitspielen, würden wir an Glaubwürdigkeit verlieren.“ Gemeinsam mit Dürens Sportdirektor Dirk Ruhrig führte er die Gespräche mit den Neuzugängen. Ruhrig betont: „Das Ziel ist der Aufstieg.“

Pütz bringt auf den Punkt, was den Reiz der neuen Aufgabe ausmacht: „Ich glaube, in Düren einen Verein gefunden zu haben, der große Ziele verfolgt aber trotzdem ein familiäres Umfeld schafft. Ein ambitionierter Verein, der aber nicht zu verbissen ist, sondern ein langfristiges Ziel verfolgt.“ Der Sechser erklärt zudem: „Nach meinen vier Jahren in Aachen habe ich nach etwas gesucht, wo ich studieren und auf höchstmöglichem Niveau Fußball spielen kann zugleich. Die fußballerische Perspektive die mir der Coach geboten hat mit viel Ballbesitz und offensiver Verteidigung, hat mir sehr gut gefallen und ich hoffe in dieser Hinsicht noch mehr aus mir herausholen zu können.“

Stürmer Bors, der ebenfalls vom Aachener Tivoli an die altehrwürdige Dürener Westkampfbahn wechselt, sagt: „Ich habe mich für Düren entschieden, da ich sehr viel von dem Projekt halte. Man hat gespürt, dass der Verein professionell arbeitet und so schnell wie möglich in die Regionalliga möchte, um sich dort ebenfalls zu etablieren. Das ist für mich kein klassischer Fünftligist. Düren gehört in die Regionalliga und ich möchte helfen, den Klub dort hinzuführen, wo er auch hingehört.“

Brasnic, ebenfalls Stürmer und zurück in seiner Heimat in Herzogenrath, unterstreicht: „Ich habe Bock auf das Projekt und bin der festen Überzeugung, dass wir den Aufstieg in die Regionalliga alle gemeinsam schaffen können.“

Mittelfeldspieler und Eigengewächs Tateno möchte vor allem eins: „Viel lernen.“ Der Japaner freut sich schon auf die Herausforderung und hofft schon bald für den FCD sein erstes Spiel bestreiten zu dürfen. Er sagt: „Ich freue mich auf unsere Fans.“

Außenverteidiger Steiger, der mit Herkenrath Regionalliga-Erfahrung sammelte, erklärt: „Mit den Zielen, die der Verein hat, kann ich mich zu 100 Prozent identifizieren, und ich werde alles daran setzen, unser großes Ziel in der kommenden Saison zu erreichen. Des Weiteren finde ich es genial, dass sich in Düren so viele Menschen für den 1. FC Düren interessieren und immer wieder zahlreiche Fans zu den Spielen kommen. Ich glaube, für jeden Fußballer ist es ein Genuss, vor Fans zu spielen.“

Und Innenverteidiger Weber, der trotz seiner 30 Jahre bislang erst zwei Vereine in seiner Vita stehen hatte, gibt zu Protokoll: „Ich freue mich, noch einmal einen neuen Verein kennenzulernen. Es reizt mich, die junge Geschichte des Klubs mitzuschreiben. Einige Verantwortliche und Spieler kenne ich schon länger, weshalb ich schon vor den Gesprächen über die, trotz des Ehrgeizes, angenehme Atmosphäre im Verein erfahren habe.“

Torwart Patrick Bade meint: „Neben der sportlichen Perspektive hat mich auch der sehr familiäre Eindruck überzeugt. Ich finde es sehr spannend, was alles in Düren entstehen soll – auf und neben dem Platz. Da wird man sich in der Region vor niemandem verstecken müssen – und vor einer sehr guten Zukunft stehen.“

Nicht nur die Kaderplanung begeistert Bade und Co., sondern auch die Bauvorhaben, die der FCD auf seiner Pressekonferenz am Mittwochabend vorstellte. So werden die Sportanlagen an den beiden Standorten an der Westkampfbahn und im Niederauer Franz-Josef-Keimes-Sportpark weiter aufgewertet. An der Westkampfbahn soll sukzessive ein für die Regionalliga taugliches Stadion wachsen, das 12.000 Zuschauer Fassungsvermögen haben wird. Dafür wird die älteste Fußball-Holztribüne Deutschlands saniert und weitere Plätze geschaffen. Außerdem stehen Hybrid-Rasenplätze an Westkampfbahn und für das Jugendleistungszentrum „Niederauer Mühle“ auf der Agenda.

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