Nach jetzigem Stand darf der 1. FC Düren keines seiner Heimspiele in der Regionalliga auf der heimischen Westkampfbahn austragen. Das wäre sehr bedauerlich, schließlich hat der Club sich gerade daheim ein Denkmal gesetzt: Im letzten Heimspiel gelang ein 3:0-Erfolg gegen den SV Eilendorf und damit der 17. Sieg im 17. Heimspiel.

Zu Hause alles gewonnen zu haben, ist eine beachtliche Bilanz und könnte auch eine Etage höher beflügeln. Wenn da nicht die Auflagen des Westdeutschen Fußballverbandes wären. Eine Genehmigung erhält Düren nur, wenn ein spezieller und getrennter Bereich für Auswärtsfans errichtet wird.

Nachdem ein Antrag auf Förderung bei der Stadt Düren in einer engen Abstimmung abgelehnt wurde, muss der FCD die Kosten in Höhe von 300.000 Euro selbst tragen. Hauptkostenpunkt ist dabei ein Zaun, der den Gästebereich abtrennt. Symbolisch „verkauft“ der FCD nun Zentimeter für Zentimeter des Zaunes an seine Fans und Unterstützer. Einen Zentimeter erhält man für eine Spende von zehn Euro.

Zurück zum Sportlichen: Der SV Eilendorf hätte an diesem Nachmittag gewinnen müssen, um noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. In den ersten Minuten wirkte das Team von Trainer Carsten Wissing hellwach und agierte gut gegen die anlaufenden Dürener. Einen herben Rückschlag erlitt der SVE in der 24. Spielminute. Das zweite Foulspiel von Luca Bini ahndete der Unparteiische überhart mit Gelb-Rot. Im Anschluss konzentrierte sich Eilendorf auf defensive Stabilität, denn das 0:0 zur Pause hätte aufgrund der Ergebnisse auf den anderen Plätzen sogar zum Klassenerhalt gereicht.

Dann kam jedoch die 59. Spielminute und David Pütz traf in seinem letzten Spiel zur Dürener Führung. Als das 2:0 durch Namensvetter David Bors fiel (67.), schwanden die Hoffnungen der Gäste merklich. Den Schlusspunkt setzte Leon Ruhrig, als er in der Nachspielzeit zum 3:0 traf (90.+2).

Während die Eilendorfer enttäuscht zu Boden sanken – an dieser Stelle wünscht der 1. FC Düren alles erdenklich Gute für den Wiederaufbau in der Landesliga – ehrte der Fußball-Verband Mittelrhein den Meister der Mittelrheinliga. Eingebettet war der letzte Spieltag in ein buntes Rahmenprogramm, bei dem zunächst zur Einstimmung die Dürener Mundart-Band Echte Fründe und nach dem Spiel zur Gratulation die kölsche Kultband Höhner gespielt hatten.

In jedem Fall ein unvergesslicher Tag auf der Dürener Westkampfbahn. Es bleibt die Hoffnung, dass viele weitere auch in der kommenden Saison folgen können.