Mit 1:0 (0:0) hat der 1. FC Düren im Spitzenspiel der Mittelrheinliga die Distanz zu Verfolger Bergisch Gladbach ausgebaut. Dabei war der Heimelf in der Anfangsviertelstunde eine gewisse Nervosität anzumerken. Die Gäste aus dem Bergischen Land dagegen wirkten wach und aggressiv, doppelten die Dürener zuweilen. Erst nach und nach konnte sich der FCD von der Umklammerung lösen.

Die ersten Chancen hatten dann auch die Gastgeber. Torjäger Marc Brasnic zog erst an der Strafraumgrenze ab – sein Schuss wurde noch zur Ecke abgefälscht – und kurz darauf zwang er mit einem Freistoß Mehmet Sahin im Tor der 09er zu einer Glanztat (23.). Auf der Gegenseite musste Justin Dautzenberg einmal zupacken.

In Durchgang zwei kam Düren besser ins Spiel. Es wirkte, als hätte Trainer Giuseppe Brunetto seine Spieler noch einmal besonders gut motiviert. Nach einem Freistoß von Dennis Brock schaltete Markus Wipperfürth in der 52. Spielminute am schnellsten und zimmerte den Ball in die Maschen.

Dem ausgelassenen Jubel folgte eine hochkonzentrierte geschlossene Defensivleistung. Bergisch Gladbach versuchte, noch einmal gefährlich vor das Tor zu kommen, kam aber nicht mehr zum Abschluss. Der 1. FC Düren ließ hingegen noch eine gute Gelegenheit in Person von Adis Omerbasic liegen.

Es brannte nichts mehr an und Brunetto lobte nach der Partie die Leidenschaft seiner Mannschaft. Im Rennen um die Herbstmeisterschaft als erstes Etappenziel auf dem Weg zum Regionalliga-Aufstieg hat der FCD nun am letzten Hinrundenspieltag nur noch einen Konkurrenten.

Der FC Hennef bekam die Punkte aus dem Nachholspiel gegen den FC Hürth zugesprochen und legte am Sonntag mit einem 4:0 gegen Borussia Freialdenhoven nach. Damit sind die Hennefer punktgleich mit Düren, aber in der Tordifferenz um vier Treffer schlechter gestellt. Der FCD hat es in eigener Hand, Herbstmeister zu werden, muss sich aber auf einen engen Aufstiegskampf mit Hennef und Bergisch Gladbach in der Rückrunde einstellen.

Markus Wipperfürth (links) dreht nach seinem Treffer zum Jubel ab. Foto: Manfred Heyne