Holger Peters ist neuer Sportlicher Leiter der FCD-Junioren

Düren. Als Jugendleiter Ingo Müller und sein Stellvertreter Mario Kuckertz im Vorjahr Holger Peters als Trainer für die U 16 des 1. FC Düren gewannen, war bereits klar, dass das Engagement ein größeres werden sollte. Seit 1. März ist Peters zudem Sportlicher Leiter der FCD-Junioren. „Ich wollte nicht direkt in dieses Amt starten, weil ich den Verein zuerst von innen kennenlernen wollte“, erklärt Peters, weshalb es nicht gleich die Doppelfunktion wurde.

„Jetzt bin ich bereit“, meint er. Hinsichtlich der neuen Saison könne er nun Einfluss nehmen. Aber auch aktuell ist er gefragt – als Krisen-Manager. Die Ausbreitung des Coronavirus und die dagegen ergriffenen Maßnahmen machten auch vor dem Jugendleistungszentrum „Niederauer Mühle“ nicht halt. Der Spiel- und Trainingsbetrieb im gesamten Gebiet des Fußball-Verbandes Mittelrhein ruht vorerst auf unbestimmte Zeit.

Dennoch müssen sich Spielerinnen und Spieler fit halten, haben Trainingspläne virtuell an die Hand gegeben bekommen. Mittels eines kurzfristig eingerichteten Cloud-Dienstes füttert Fitnesstrainer Thorsten Völler die Jugendlichen mit Informationen und Videoclips. In denen führt er die Übungen vor, die die FCD-Junioren dann daheim umsetzen. Alles in enger Abstimmung mit dem sportlich Verantwortlichen Holger Peters.
Die Ziele des neuen Sportlichen Jugendleiters für die Zeit nach Corona sind ebenfalls bereits festgelegt: „Alle Teams sollen die Klasse sichern.“ Womöglich müssten sich U 14 und U 13 neu qualifizieren – bei allen anderen Teams sah es zuletzt sportlich bereits sehr gut aus. „Mittelfristig wäre es schön, die U 15 fit für die Regionalliga zu machen. Und alle Teams unter den Top Sechs ihrer Ligen zu etablieren.“

Übergeordnet stehen aber grundlegende Ziele, in enger Zusammenarbeit mit dem Sportdirektor der FCD-Senioren: „Wir möchten beim 1. FC Düren so viele Kinder, so viele Spieler-Persönlichkeiten wie möglich für die eigenen Leistungsteams entwickeln. Eine Sogwirkung durch die 1. Mannschaft können wir bereits heute feststellen.“ Die Identifikation mit dem Verein wachse stetig. Und Peters schwebt auch vor, den Draht zu den umliegenden Klubs im Kreis Düren zu stärken: „Man muss immer auch wissen, wo man herkommt. Extrem wichtig sind also die Vereine drumherum.“

Ein anderer Aspekt, der Holger Peters am Herzen liegt, ist der Umgang mit dem Schiedsrichterwesen: „Grundsätzlich ist ein Schiedsrichter nie schuld an Sieg oder Niederlage. Die Spieler machen Fehler und haben Zeit genug, diese auszubügeln. Ein vernünftiger, respektvoller Umgang mit Gegnern und Schiedsrichtern ist mir deshalb sehr wichtig. Es geht immer auch darum, einen gewissen Anstand zu bewahren.“